• Karriere
  • ORGATEC
Homemenü
  • Karriere
  • ORGATEC
Produktemenü
  • Alle Produkte
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • Spotify
  • LinkedIn
Kategorienmenü
AcMedia Image
  • Tische
  • Konferenzsysteme
  • STAURAUM
  • Loungemöbel
  • GARDEROBEN
  • AKUSTIKMÖBEL
  • Mobile Möbel
  • Empfangstresen
  • Büroküchen & Catering
  • Zubehör für den Arbeitsplatz
Serienmenü
AcMedia Image
  • BALTIC
  • BANDO
  • BELT
  • BRIC
  • CASUS
  • CLAMP
  • Compona
  • Crew
  • CREW T
  • CUCINA
  • DISC
  • ENTREE
  • INTRO-TEC
  • KIT
  • Konferenz
  • Layers
  • MELOUNGE
  • Nomar
  • ORGA PLUS
  • P5 FLEX
  • P5 REGALSYSTEM
  • PENSUM
  • PHORMY
  • PID
  • PRISMA 2
  • SALTO
  • Select
  • SILENCIO
  • SINAC
  • SYSTO TEC
  • TERIO PLUS
Themenweltenmenü
AcMedia Image
  • WORK-CAFÉ
  • AKUSTIK
  • CAMPUS
  • ERGONOMIE
  • CARE
  • HOME OFFICE
Inspirationmenü
  • Referenzen
  • Farbwelten
inperspective Magazinmenü
AcMedia Image
  • MAGAZIN-ÜBERSICHT
  • CULTURE
  • GREEN OFFICE
  • TOMORROW
  • WELLBEING
Showroomsmenü
AcMedia Image
  • Übersicht Showrooms
  • Berlin
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Frankfurt
  • Hamburg
  • München
  • Niederlande
  • Rehna
  • Schweiz
  • Schönberg
  • Stuttgart
Unternehmenmenü
  • NEWS
ÜBER UNSmenü
AcMedia Image
  • PALMBERG
  • UNSERE WERTE
  • UNSER VERSPRECHEN
  • STANDORTE
  • HISTORIE
NACHHALTIGKEITmenü
AcMedia Image
  • PALMBERG AUF KURS
  • AUF KURS UMWELT
  • AUF KURS SOZIALES
  • AUF KURS UNTERNEHMEN
Pressemenü
AcMedia Image
  • MELDUNGEN
  • PRESSEFOTOS
  • LOGOS
  • KONTAKT
Servicemenü
  • Support
  • Kontakt
  • Merchandise Shop
Planer und Architektenmenü
AcMedia Image
  • Bilder und Broschüren
  • Dekore und Materialien
  • Stoffe
  • Möbelkonfigurator
  • Akustikkonfigurator
  • PLANUNGSBEISPIELE
  • CAD-Daten
  • Farbwelten und Moodboards
  • inperspective Magazin
Downloadsmenü
AcMedia Image
  • Mediacenter
  • Dekore und Materialien
  • Stoffe
  1. Home
  2. >
Snacks Logo

Inperspective Snacks - Newsletter

Du bleibst am Puls der Wissenschaft. Du behältst die kreativsten Projekte der Welt im Auge. Du betrachtest Diskussionen aus neuen Perspektiven. inperspective snacks ist deine Dosis Wissensinput - alle zwei Wochen in deinem Postfach.

Folgende Newsletter möchte ich erhalten*

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu und erklärst dich einverstanden, Updates von uns zu erhalten.

Palmberg
  • Produktübersicht
  • Konfigurator
  • Showrooms
  • Referenzen
  • Mediacenter
  • Über uns
  • Nachhaltigkeit
  • Karriere
  • Pressekontakt
  • Kontakt
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • Spotify
  • LinkedIn
  • © 2026 PALMBERG
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Email Hinweisgeber
  • Faktenseite
Inperspektive Logo
Ein Arbeitsplatz ausgerichtet auf eine große Fensterfront im Büro.

WELLBEING

Arbeitsplatz am Fenster: Warum gute Büros vom Licht aus geplant werden

Tageslicht reicht nur wenige Meter in einen Büroraum. Trotzdem planen viele Büros so, als leuchte die Fläche überall gleich. Wer den Schreibtisch mit dem Blick parallel zur Fensterfront stellt und die Fläche in Licht-Zonen ordnet, bekommt ein Büro, das bis in die letzte Reihe funktioniert.

von Hannes Hilbrecht

INP_Autor_Hannes_Hilbrecht

Über den Autor

Hannes Hilbrecht schreibt seit Jahren über die Zukunft der Arbeit und über innovativ gestaltete Büros, unter anderem in inperspective, dem Magazin von PALMBERG. Dieses Thema behandelten wir zuerst in [inperspective snacks]. Alle zwei Wochen schicken wir inspirierende Denkanstöße und spannendes Wissen an Innenarchitektinnen und Planer. Snackable aufbereitet. Auf den Punkt gebracht. Immer unterhaltend und originell.

Der Grundriss liegt auf dem Tisch. Ein langes Rechteck, eine Fensterfront, achtzehn Meter bis zum Treppenhauskern. Irgendwer hat schon mit Bleistift das Raster gezogen. Tischgruppe, Gang, Tischgruppe, Gang. Bis ganz nach hinten. Jeder Platz gleich breit, gleich tief, gleich gerecht.

Sieht aus wie ein Schachbrett. Nur ohne die dunklen Felder.

Im Büro gibt es die aber. Immer. Hinter dem Fenster fällt das Tageslicht steil ab. Nach wenigen Metern kommt nur noch ein Bruchteil an, und die Deckenleuchte muss mitarbeiten. Das Raster auf dem Papier kennt kein Licht. Der Mensch am Tisch spürt es den ganzen Tag.

Dieser Beitrag dreht die Reihenfolge um. Erst das Licht. Dann der Tisch. Dann die Zone.

 

Wie der Schreibtisch zum Fenster stehen sollte

Ein Schreibtisch steht richtig, wenn der Blick parallel zur Fensterfront verläuft und das Tageslicht von der Seite kommt. So spiegelt sich das Fenster nicht im Bildschirm, und niemand schaut stundenlang direkt ins Helle.
Das klingt nach Hausmeisterwissen. Ist es auch. Trotzdem habe ich kaum ein Büro gesehen, in dem nicht mindestens ein Tisch falsch steht. Meistens aus Liebe zur Aussicht.

Wer frontal zum Fenster sitzt, arbeitet gegen die Helligkeit. Das Auge stellt sich auf das Licht draußen ein, der Bildschirm wirkt daneben dunkel, und am Nachmittag können die Augen brennen. Wer mit dem Rücken zum Fenster sitzt, hat das Gegenteil: Das Fenster sitzt jetzt im Monitor. Man sieht die eigene Tabelle und darüber einen hellen Rahmen, der nicht weggeht.

Die Regel hat nur einen Haken. Sie gilt für den einzelnen Tisch. Nicht für die Fläche.

Und die Fläche ist das eigentliche Problem.

 

Warum Büros so tief geworden sind

Tiefe Großräume gab es schon vorher, vor allem nach amerikanischem Vorbild. Aber sie hatten einen schlechten Ruf: Tische in Reih und Glied wie im Klassenzimmer, geordnet nach Hierarchie. Das änderte sich in Gütersloh.

1961 wurde dort die erste vollständig umgesetzte Bürolandschaft fertig, geplant vom Quickborner Team für die Bertelsmann-Versandtochter Buch und Ton. 270 Menschen verwalteten dort den Versand von Büchern und Schallplatten, auf einer einzigen offenen Fläche. Die Köpfe dahinter waren die Brüder Eberhard und Wolfgang Schnelle. Sie kamen, ausgerechnet, aus dem Büromöbelgeschäft ihres Vaters.

Die Bürolandschaft wollte die Büroarbeit menschlicher machen. Die Tische gruppierten sich nach Arbeitsgruppen, die Wege wurden mit Pflanzen markiert. Und das Innere der Fläche regelte man über künstliches Klima, Akustik und Lichtplanung.

Man kann diesen letzten Punkt als die eigentliche Pointe lesen. Wenn Luft und Licht aus der Decke kommen, darf der Raum tief werden. Das Fenster ist dann keine Bedingung mehr. Es wird ein Rand.

Die Bürolandschaft ist Geschichte. Ihre Tiefe ist geblieben.

Ein Büro mit einer Gruppe zusammengestellter Tische hinter Trennwänden. Auf der anderen Seite stehen Schreibtische direkt am Fenster.
© PALMBERG

Wie weit Tageslicht in einen Büroraum reicht

Tageslicht reicht in einem Büro mit normaler Fensterhöhe nur wenige Meter weit. Ein klassisches Zellenbüro ist bis etwa 5,5 Meter tief, sein Arbeitsplatz steht nah am Fenster. Ein Gruppenbüro kann bis zu 18 Meter tief sein. Natürlich belichtet ist dort nur der fensternahe Streifen. Die Innenzone ist bei einseitigen Fenstern ständig künstlich beleuchtet.

Stell dir einen grauen Novembervormittag vor. Du stehst direkt an der Fensterfront, das Papier in deiner Hand ist weiß. Du gehst Schritt für Schritt in den Raum. Erst merkst du nichts. Dann wird das Weiß ein bisschen grauer, ohne dass du sagen könntest, wann es passiert ist. Irgendwann schaust du hoch, und die Deckenleuchten brennen. Sie haben die ganze Zeit gebrannt. Du hast sie nur hinten zum ersten Mal gebraucht.

Diesen schleichenden Abfall kann man messen. Der Tageslichtquotient gibt an, wie viel Prozent der Beleuchtungsstärke im Freien bei bedecktem Himmel an einem Punkt im Raum ankommt. Umliegende Gebäude fließen mit ein: Sie verdecken Himmel und werfen selbst etwas Licht zurück.

Und der Quotient sinkt nicht gleichmäßig, sondern exponentiell. In einem Referenzraum aus der Bauphysik-Fachliteratur kommen am Fenster 20 Prozent des Außenlichts an. Drei Meter weiter sind es noch 2 Prozent. Ein Zehntel, nach drei Schritten.

Noch anschaulicher ist die No-Sky-Line. Das ist die Linie im Raum, hinter der man vom Arbeitsplatz aus kein Stück Himmel mehr sieht. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beschreibt, wie man sie findet: Man zieht im Schnitt eine Linie von der Oberkante der gegenüberliegenden Bebauung über die Oberkante des Fensters und verlängert sie, bis sie auf die Arbeitsebene in etwa 85 Zentimetern Höhe trifft. In den untersuchten Fällen lag diese Linie stets kurz hinter der Grenze, ab der weniger als 100 Lux ankommen.

Wie weit das Licht kommt, hängt laut BBSR vor allem an vier Dingen: an der Sturzhöhe des Fensters, an der Raumtiefe, an der Bebauung gegenüber und am Geschoss, in dem man sitzt. Das Büro im dritten Stock gegenüber dem Parkhaus hat also schlechtere Karten als dasselbe Büro im siebten.

Die drei Zonen eines Büros: Fensterzone, Zwischenzone, Innenzone

Ein Büro lässt sich nach dem Tageslicht in drei Zonen teilen: die Fensterzone, die Zwischenzone und die Innenzone. Jede Zone hat eigene Lichtverhältnisse und damit eigene Aufgaben.

Das ist kein Gedankenspiel. Für das Großraumbüro von Oldendorff Carriers hat das Büro Peter Andres Lichtplanung die Fläche nach der gemessenen Tageslichtverteilung genau so geteilt. An der Fassade planten die Lichtplaner 500 Lux Kunstlicht als Ergänzung, in der Zwischenzone 750, in der Innenzone 1.000.

Für eine zonale Beleuchtung nach Tageslicht gibt es bis heute keinen verbindlichen Standard und keine allgemein anerkannte Anleitung. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Für die Nutzung der Zonen kann man sich die Regel selbst setzen.

1

Fensterzone: für die lange Konzentration
Hier sitzt, wer lange am Stück an einer Sache arbeitet. Das Licht ist gut, aber launisch. Eine Wolke zieht vorbei, und die Helligkeit springt. Deshalb braucht die Fensterzone neben der richtigen Tischrichtung vor allem verstellbaren Lichtschutz, damit gute Helligkeit nicht zur Blendung wird.

  • Licht
    viel Tageslicht, starke Schwankungen
  • Was hierher gehört
    konzentrierte Arbeit über Stunden: Lesen, Schreiben, Planen
  • Was nicht
    Stauraum, Technik
  • Möblierung
    Einzeltische parallel zur Fassade, höhenverstellbar, verstellbarer Lichtschutz
2

Zwischenzone: für das Gespräch
Die Zwischenzone ist der Streifen, in dem Tageslicht noch ankommt, aber nicht mehr trägt. Für stille Tiefenarbeit ist er zu unruhig, für Teamarbeit ist er ideal. Hier wird gesprochen, skizziert, verworfen. Möbel, die man verschieben kann, sind hier wertvoller als Möbel, die für immer stehen.

  • Licht
    gemischt, Tageslicht plus Kunstlicht
  • Was hierher gehört
    Teamarbeit, Projektflächen, kurze Abstimmungen
  • Was nicht
    Plätze für stille Tiefenarbeit
  • Möblierung
    Dauerarbeitsplätze für acht Stunden
3

Innenzone: für das Kurze und das Konzentrierte im Kasten
Die Innenzone ist kein Restplatz. Sie ist der Ort für alles, was nicht lange dauert oder das Tageslicht gar nicht will. Der Lichthersteller Trilux beschreibt in seiner Planungspraxis für ein CAD-Büro genau diese Aufteilung: die Schreibtische ans Fenster, die CAD-Arbeitsplätze in die Raumtiefe. Manche Bildschirmarbeit kommt mit gleichmäßigem Kunstlicht besser zurecht als mit einem wechselnden Himmel.

  • Licht
    fast nur Kunstlicht
  • Was hierher gehört
    kurze Aufenthalte, Besprechungen, Rückzug, Stauraum
  • Was nicht
    Dauerarbeitsplätze für acht Stunden
  • Möblierung
    Phone Booths, Besprechungsinseln, Locker, Technikstationen

Anders gesagt: Nicht jede Arbeit will ans Fenster. Manche will nur ihre Ruhe.

Blick aus dem Fenster eines Büros, neben dem Tischreihen und Planzen stehen.
© PALMBERG

Was in eine Bürozone ohne Fenster gehört

In eine Bürozone ohne Fenster gehören Nutzungen, bei denen Menschen kurz bleiben oder bei denen Tageslicht eher stört. Dauerarbeitsplätze gehören nicht dorthin. Das BBSR formuliert den Grundsatz nüchtern: Räume sind bei der Grundrissplanung nach Bedarf und Nutzung zum Tageslicht hin zu orientieren, besonders ständige Arbeits- und Aufenthaltsräume.

Fünf Nutzungen passen besonders gut nach innen:

  1. Phone Booths und Fokusboxen. Wer telefoniert, bleibt kurz, nicht acht Stunden. Ein geschlossener Raum mit gutem Kunstlicht ist dafür besser als ein Fensterplatz mit Publikum.
  2. Besprechungsräume für kurze Termine. Das Jour fixe braucht einen Tisch und eine Tür, keine Fassade.
  3. Stauraum, Locker und Garderobe. Schränke brauchen kein Licht. Menschen schon. Wer die Innenzone mit Stauraum füllt, schenkt der Fassade den Platz für Arbeit.
  4. Druck-, Technik- und Materialstationen. Hier holt man etwas ab und geht wieder.
  5. Bildschirmplätze, die Tageslicht nicht vertragen. Etwa CAD, Grafik oder Videoschnitt: Arbeit, bei der ein gleichmäßig beleuchteter Raum mehr hilft als ein wechselnder Himmel.
     

Vier Hebel für eine Büroplanung vom Licht aus

Ein Büro vom Licht aus zu planen, kostet nicht mehr. Es verlangt nur eine andere Reihenfolge. Vier Hebel wirken besonders.

1

Zuerst die Linie ziehen, dann die Tische.
Bevor der erste Tisch im Plan steht, gehört die No-Sky-Line hinein. Sie zeigt auf einen Blick, bis wohin Dauerarbeitsplätze sinnvoll sind und wo die Innenzone beginnt. Ein Bleistiftstrich, der mehr über die Fläche verrät als jedes Raster.

2

Früh messen statt spät nachrüsten.
Beim Tageslicht gilt: Je früher es in der Planung auftaucht, desto mehr lässt sich herausholen. Spätere Änderungen oder Ausgleichsmaßnahmen werden schnell teuer. Wer erst nach dem Einzug merkt, dass hinten alle unter der Leuchte sitzen, zahlt doppelt.

3

Tischrichtung vor Tischzahl.
Ein Tisch weniger in der Fensterzone, dafür alle parallel zur Fassade, ist die bessere Rechnung als ein Tisch mehr, der quer zum Licht steht. Ein Arbeitsplatz, an dem niemand gern sitzt, ist kein Arbeitsplatz. Er ist Fläche.

4

Mit dem Licht umziehen.
Licht wandert. Ostfenster sind morgens hell, Westfenster am Nachmittag. In Büros mit freier Platzwahl ist das eine Chance: Wer morgens die Ostseite nimmt und nachmittags die Westseite, arbeitet den ganzen Tag mit viel Tageslicht, vorausgesetzt, der Lichtschutz lässt sich regeln. Das funktioniert aber nur, wenn es auf beiden Seiten freie Plätze gibt.

Häufige Fragen

Bei Linkshändern sollte das Tageslicht von rechts einfallen, bei Rechtshändern von links. So wirft die schreibende Hand keinen Schatten auf das Papier. Am Bildschirm ist das weniger wichtig, bei handschriftlicher Arbeit merkt man den Unterschied sofort.

Ein Kombibüro verbindet kleine Einzelbüros an der Fensterfront mit einem gemeinsamen Raum im Inneren. Die Einzelräume sind bis zu 12 Quadratmeter groß und natürlich belichtet. Der innen liegende Gemeinschaftsraum nimmt Besprechungszonen, Bürogeräte und Ablage auf. Man kann das Kombibüro als frühe, gebaute Form der Zonierung nach Licht lesen.

Als Faustregel gilt: Bei Seitenfenstern sollte die Raumtiefe nicht mehr als das Zweifache der Sturzhöhe betragen, gemessen vom Fußboden bis zur Unterkante des Fenstersturzes. Bei 2,50 Metern Sturzhöhe wären das also 5 Meter. Tiefere Räume brauchen eine Zonierung, Oberlichter oder Fenster auf zwei Seiten. Eine zweiseitige Belichtung bringt mehr Tageslicht in die Raummitte und erlaubt Arbeitsplätze auch in tieferen Zonen.

Kaum. Entscheidend ist die Oberkante des Fensters: Je höher sie liegt, desto tiefer fällt das Licht in den Raum, am besten sturzfrei bis unter die Decke. Glasflächen unterhalb der Arbeitsfläche tragen dagegen nicht nennenswert zur Raumausleuchtung bei. Für den Blick nach draußen mögen sie schön sein. Für das Licht am Schreibtisch sind sie entbehrlich.

Meist stört dann das Kunstlicht, nicht das Fenster. Dimmbare Leuchten, die direkt und indirekt abstrahlen, können Reflexe auf dem Bildschirm bis zur Unmerklichkeit verringern. An den Fenstern selbst gehört ein verstellbarer Lichtschutz dazu.

Für Büroarbeit wie Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung schreibt die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.4 mindestens 500 Lux vor. Im Umgebungsbereich eines solchen Arbeitsplatzes müssen es im Mittel mindestens 300 Lux sein. Eine Obergrenze legt die Regel nicht fest. Mit zunehmendem Alter kann mehr Licht nötig werden.

Nur bedingt. Atrien und Innenhöfe bringen Licht in die Mitte eines Gebäudes, aber die Tageslichtmenge nimmt in den unteren Geschossen stark ab. Das BBSR empfiehlt deshalb, dort vor allem Räume für den vorübergehenden Aufenthalt unterzubringen.

Quellen:

  • Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Arbeitshilfe zur Tageslichtplanung in Bürogebäuden (Zukunft Bauen, Band 27, 2022): No-Sky-Line, Einflussfaktoren auf Tageslicht, Orientierung von Räumen nach Nutzung, Atrien.
  • enbau-online, Bauphysik, Kapitel Tageslichtberechnung: exponentieller Abfall des Tageslichtquotienten, Referenzraum mit 20 Prozent am Fenster und 2 Prozent in 3 Metern Tiefe.
  • BauNetz Wissen, Tageslichtplanung: Faustregel zur Raumtiefe (zweifache Sturzhöhe), sturzfreie Fenster, zweiseitige Belichtung, Öffnungen unterhalb der Arbeitsfläche.
  • TRILUX, Beleuchtungspraxis: Büroraumarten, Tageslichtquotient, CAD-Beispiel, Leuchten gegen Reflexe.
  • Deutsche BauZeitschrift (2020), Arne Hülsmann, Peter Andres Lichtplanung: dreizonige Lichtplanung im Großraumbüro von Oldendorff Carriers, frühe Tageslichtplanung.
  • Officebase, Ratgeber zonale Bürobeleuchtung (2025): kein verbindlicher Standard und keine anerkannte Anleitung für zonale Beleuchtung.
  • Quickborner Team und Bürolandschaft: ARCH+, Hans-Böckler-Stiftung, science.ORF.at, Andreas Rumpfhuber (Forschungsprojekt Architektur der Organisationskybernetik): Buch und Ton in Gütersloh, fertiggestellt 1961. Als erste vollständig umgesetzte Bürolandschaft; organisatorische Planungen gab es bereits zuvor, etwa für Boehringer Mannheim.
  • ASR A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“, zitiert nach der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Mindestbeleuchtungsstärke 500 Lux für Büroarbeitsplätze, Umgebungsbereich mindestens 300 Lux.
  • AOK, Poster „Gesund im Büro“: Blick parallel zu den Fensterflächen gegen Spiegelungen.
     

Teile diese Geschichte mit deinen Kollegen